Difference between revisions of "Elektroveloposition"

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Pedelec-Elektrovelos können nur mit Muskelkraft betrieben werden, sind im Design den Velos ähnlich und werden für ähnliche Zwecke gebraucht.  
 
Pedelec-Elektrovelos können nur mit Muskelkraft betrieben werden, sind im Design den Velos ähnlich und werden für ähnliche Zwecke gebraucht.  
 
Deswegen postuliert Pro Velo, dass Pedelecfahrende im Grundsatz wie Velofahrende behandelt werden sollen. Dies gilt insbesondere für die folgenden Bereiche.
 
Deswegen postuliert Pro Velo, dass Pedelecfahrende im Grundsatz wie Velofahrende behandelt werden sollen. Dies gilt insbesondere für die folgenden Bereiche.
 
===Gesetzgebung: angemessen, nachvollziehbar und kontrollierbar===
 
Als umwelt- und menschenfreundliche Mobilitätsform soll das Pedelecfahren gefördert werden und die dazugehörige Gesetzgebung einfach, nachvollziehbar und kontrollierbar sein. Wo Velofahrende fahren dürfen, dürfen auch Menschen auf Pedelecs fahren, da ein Elektrovelo und insbesondere ein Pedelec nicht automatisch eine höhere Geschwindigkeit bedeutet. Schnelle Elektrovelos mit einem Kinderanhänger sind langsamer als ein Rennvelo und bergab sind unmotorisierte Velofahrerende oft schneller unterwegs als Elektrovelofahrende. Die Schweiz ist ein Land mit Steigungen und bergauf können Elektrovelos die mehrfache Geschwindigkeit von normalen Velos erreichen. Gerade hier entsteht kein zusätzliches Sicherheitsrisiko und die Steigfähigkeit dürfte die Elektrovelomobiltät in der Schweiz populärer machen, zulasten des Anteils von Fahrten mit viel stärkeren reinen Motorfahrzeugen.
 
  
 
===Infrastruktur: Velobahnen werden Wirklichkeit===
 
===Infrastruktur: Velobahnen werden Wirklichkeit===

Revision as of 07:56, 21 August 2014

Diese Seite dient zur Ausarbeitung der Position von Pro Velo zu den Elektrovelos.

Contents

Einleitung

Elektrovelos sind eine energieeffiziente, leise, platzsparende und gesunde Alternative zum Auto oder dem ÖV. Oft ist es die schnellste Art, von einem Punkt zum anderen zu kommen. Zudem wird Velofahren sicherer, wenn mehr Velofahrende auf den Strassen unterwegs sind. In diesem Sinne begrüsst Pro Velo die steigende Verbreitung dieser Fahrzeuge und vertritt die Interessen ihrer NutzerInnen. Diese Entwicklung kann aber auch die Gefahr bergen, dass Errungenschaften für die Velofahrenden, zum Beispiel im Bereich Infrastruktur, in Frage gestellt werden. Deswegen stellt sich Pro Velo im folgenden Positionspapier diesen Fragen. Grundlagen dazu sind in einem Grundlagenpapier enthalten sowie auf einer weiteren Wikiseite, wo zusätzliche Dokumente verlinkt sind.

Vision

Dank dem größeren Einsatzradius tragen die E-Bikes zu einem deutlichen Anstieg des Veloanteils am Pendlerverkehr bei. Die zunehmende Popularität von Elektrovelos führt zu einem höheren Gesamtanteil von Velofahrenden, einer besseren und differenzierteren Infrastruktur, mehr Sicherheit, Gesundheit und Lebensqualität.

Abgrenzung

Pro Velo setzt sich statutengemäss für die Bewegung mit muskelkraftbetriebenen Fahrzeugen ein. Bei den Elektrovelos stellt sich die Frage nach der Abgrenzung zu anderen Motorfahrzeugen.

  • Veloähnliche Fahrzeuge mit Muskelkraft-Motor-Hybridantrieb gehören zur Zielgruppe von Pro Velo. Dies betrifft insbesondere den Marktleadertyp, das bei Verwendung von Pedalen und Elektromotor auf 25 km/h beschränkte Pedelec.
  • Auch die schnelleren, auf 45 km/h beschränkten Pedelecs gehören zur Zielgruppe, wobei eine differenzierte Betrachtung bezüglich Zulassung auf Mischverkehrsflächen gesucht wird.
  • Fahrzeuge, die in der Regel rein motorisch betrieben werden, gehören nicht zur Zielgruppe von Pro Velo. Das sind insbesondere Roller und Mofas, auch elektrische, ohne oder lediglich mit Alibi-Pedalen. Wo Förderprogramme zugunsten der Elektromobilität im Energiebereich am Laufen sind, soll sie auch dem normalen Velo zu gute kommen.

Grundsätze

Pedelec-Elektrovelos können nur mit Muskelkraft betrieben werden, sind im Design den Velos ähnlich und werden für ähnliche Zwecke gebraucht. Deswegen postuliert Pro Velo, dass Pedelecfahrende im Grundsatz wie Velofahrende behandelt werden sollen. Dies gilt insbesondere für die folgenden Bereiche.

Infrastruktur: Velobahnen werden Wirklichkeit

Im Rahmen der Planung von Veloinfrastruktur sollen ganzheitliche Lösungen realisiert werden. Die Infrastruktur soll den unterschiedlichen Bedürfnissen und Geschwindigkeiten von Velofahrenden Rechnung tragen und in diesem Sinne ausgebaut werden. Breite Velobahnen, die problemloses Überholen möglich machen, sollen gefördert werden. Zudem soll die Veloweg-Benutzungspflicht aufgehoben werden, damit schnelle Velofahrende die Strasse benützen können. Gleichwohl dürfen auch schnelle Pedelecs und langsame Mofas herkömmliche Velowege benutzen, unter Umständen mit Zusatzsignalisationen wie "mit ausgeschaltetem Motor gestattet" oder "Fussgänger haben Vortritt".

Technik: Fehlkonstruktionen entgegenwirken

Normale Velos, noch mehr spezielle Dreiräder, sind der Natur der Menschen dermassen gut angepasst, dass die korrekte Verwendung im wörtlichen Sinn kinderleicht und auch altersgerecht ist. Die trotzdem notwendige Schulung und etwas Regulierung und Kontrolle dienen der Sicherheit auf modernen Verkehrswegen zusammen mit anderen Verkehrsteilnehmern. Normale, stark motorisierte Motorfahrzeuge können jedoch nur von begabten und vernünftigen Menschen mit intensiver Schulung, Regulierung und Überwachung verwendet werden. Elektrovelos sind da irgendwo dazwischen. Insbesondere die Steuerung von Pedelecs kann zu einer besonders angepassten oder im Gegenteil zu einer gefährlichen Fahrwiese führen. Pro Velo wirkt auf Hersteller und Behörden ein, dies zu berücksichtigen. Siehe dazu die erarbeiteten technischen Grundlagen und insbesondere Elektrovelosteuerung.

Verhalten: rücksichtsvoll unterwegs

Velo- und Elektrovelofahrende halten sich an die Verkehrsregeln und verhalten sich der Umgebung angemessen mit angepasstem Tempo. Mögliche Konfliktpunkte können mit flankierenden Massnahmen in den Bereichen Betrieb, Gestaltung und Aufklärung begleitet werden. Insbesondere die Verwendung von nicht-Pedelecs wie Mofas oder Velotaxis, sowie der schnellen Elektrovelos, verlangt ein Minimum von Instruktion. Pedelecs werden in der Regel automatisch mit angepasstem Tempo gefahren; trotzdem besteht eine Tendenz zum "Angeben" oder zum "Temporausch" bei einigen Menschen und in einigen Situationen. Pro Velo thematisiert diese Risiken und wirkt dagegen an.

Das Engagement von Pro Velo

Pro Velo unterstützt die Veränderungen aktiv, welche die Elektromobilität mit sich bringt, fördert positive Entwicklungen und setzt geeignete Massnahmen zur Verhinderung oder Eindämmung von negativen Auswirkungen ein.

Elektrovelo-Kurse

Pro Velo bietet Kurse für Elektrovelofahrende aller Stufen an: für Senioren, die wieder vermehrt velofahren, für Erwachensene, welche die schnelle Fortbewegung ausprobieren wollen, und in der Zukunft vielleicht auch für Jugendliche, statt Töffli, oder zusammen mit anderen Organisationen, für alternde Rennvelo-, Velomobil- und Mountainbikefahrende. Damit trägt sie insbesondere dazu bei, das Unfallrisiko der schnelleren Fortbewegung mit E-Bikes zu senken.

Sensibilisierungskampagnen

Mitwirkung bei der Gesetzgebung und Erarbeitung von technischen Normen

Dokumentation

externer Link zum Thuner Elektroveloverzeichnis

Index zum Berner Elektroverzeichnis (mit Passwort)