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Diese Seite dient zur Ausarbeitung der Position von Pro Velo zu den Elektrovelos.
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Diese Seite dient zur Ausarbeitung der Position von Pro Velo zu den Elektrovelos. Nach der Version http://wiki.whpva.org/vph/index.php?title=Elektroveloposition&oldid=2347 wurde am 20.9.2014 eine komplette Überarbeitung vorgenommen. Diese soll auch als gedrucktes Dokument funktionieren und enthält nur noch einen einzigen Link. Für die alten Hyperlinks siehe die alte Version.
  
 
=Einleitung=
 
=Einleitung=
Elektrovelos sind eine energieeffiziente, leise, platzsparende und gesunde Alternative zum Auto oder dem ÖV. Oft ist es die schnellste Art, von einem Punkt zum anderen zu kommen. Zudem wird Velofahren sicherer, wenn mehr Velofahrende auf den Strassen unterwegs sind. In diesem Sinne begrüsst Pro Velo die steigende Verbreitung dieser Fahrzeuge und vertritt die Interessen ihrer NutzerInnen. ''Ein Mitglied der Arbeitsgruppe findet, Pro Velo sollte überhaupt nichts mit irgendwelchen Elektrovelos zu tun haben.''
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Das Elektrovelo hat besonders in der auf weiten Teilen unebenen Schweiz das Potential, MIV- oder ÖV-Fahrten zu ersetzen. Oft ist es die schnellste Art, von einem Punkt zum anderen zu kommen. Zudem wird Velofahren sicherer, wenn mehr Velofahrende auf den Strassen unterwegs sind. Pro Velo begrüsst die steigende Verbreitung dieser Fahrzeuge und vertritt die Interessen ihrer NutzerInnen, soweit Errungenschaften für die Velofahrenden, zum Beispiel im Bereich Infrastruktur, nicht in Frage gestellt werden. Dies im Wissen, dass auch eine Marktverschiebung zu Lasten des unmotorisierten Velos im Gange ist.
  
Diese Entwicklung kann aber auch die Gefahr bergen, dass Errungenschaften für die Velofahrenden, zum Beispiel im Bereich Infrastruktur, in Frage gestellt werden.
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Deswegen stellt sich Pro Velo mit diesem Positionspapier den sich dabei stellenden Fragen. Grundlagen dazu finden sich von dieser Internetseite aus: [http://wiki.whpva.org/vph/index.php?title=Elektrovelo http://wiki.whpva.org/vph/index.php?title=Elektrovelo].  
 
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Deswegen stellt sich Pro Velo im folgenden Positionspapier diesen Fragen. Grundlagen dazu sind in
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[http://provelo-regionthun.ch/Elektrovelo/ElektroveloGrundlagen_zur_Positionsfassung.pdf einem Grundlagenpapier] enthalten sowie auf einer weiteren [[Elektrovelo|Wikiseite]], wo zusätzliche Dokumente verlinkt sind. Unterschiedliche Auffassungen zu den Positionen sind auf [[ElektrovelopositionDifferenzen|dieser Wikiseite]] vermerkt.
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=Vision=
 
=Vision=
Dank dem größeren Einsatzradius tragen die E-Bikes zu einem deutlichen Anstieg des Veloanteils am Pendlerverkehr bei. Die zunehmende Popularität von Elektrovelos führt zu einem höheren Gesamtanteil von Velofahrenden, einer besseren und differenzierteren Infrastruktur, mehr Sicherheit, Gesundheit und Lebensqualität.
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Die zunehmende Popularität von Elektrovelos führt zu einem höheren Anteil von Velofahrenden, zu einer besseren und differenzierteren Infrastruktur, zu mehr Sicherheit auf der Strasse, und zu mehr Gesundheit und Lebensqualität.  
  
 
=Abgrenzung=
 
=Abgrenzung=
Pro Velo setzt sich statutengemäss für die Bewegung mit muskelkraftbetriebenen Fahrzeugen ein. Bei den Elektrovelos stellt sich die Frage nach der Abgrenzung zu anderen Fahrzeugen.
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Pro Velo setzt sich für die Bewegung mit muskelkraftbetriebenen Fahrzeugen ein. Bei den Elektrovelos stellt sich die Frage nach der Abgrenzung zu anderen Fahrzeugkategorien.  
 
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*Veloähnliche Fahrzeuge mit Muskelkraft-Motor-Hybridantrieb gehören zur Zielgruppe von Pro Velo. Dies betrifft insbesondere den am meisten vorkommenden Typ, das bei Verwendung von Pedalen und Elektromotor auf 25 km/h beschränkte Pedelec.  
*Veloähnliche Fahrzeuge mit Muskelkraft-Motor-Hybridantrieb gehören zur Zielgruppe von Pro Velo. Dies betrifft insbesondere den Marktleadertyp, das bei Verwendung von Pedalen und Elektromotor auf 25 km/h beschränkte Pedelec.
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*Auch die schnelleren, auf 45 km/h beschränkten S-Pedelecs gehören zur Zielgruppe, dies bei eine differenzierten Betrachtung bezüglich Benutzung auf Langsamverkehrsflächen.  
*Auch die schnelleren, auf 45 km/h beschränkten S-Pedelecs gehören zur Zielgruppe, wobei eine differenzierte Betrachtung bezüglich Zulassung auf Langsamverkehrsflächen gesucht wird.
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*Fahrzeuge, die rein motorisch betrieben werden, gehören nicht zur Zielgruppe von Pro Velo. Dazu gehören Roller und Mofas, auch elektrische, ohne oder lediglich mit Alibi-Pedalen.  
*Fahrzeuge, die in der Regel rein motorisch betrieben werden, gehören nicht zur Zielgruppe von Pro Velo. Das sind insbesondere Roller und Mofas, auch elektrische, ohne oder lediglich mit Alibi-Pedalen. Wo Förderprogramme zugunsten der Elektromobilität im Energiebereich am Laufen sind, soll sie auch dem normalen Velo zu gute kommen.
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*Wo Förderprogramme zugunsten der Elektromobilität im Energiebereich am Laufen sind, soll sie auch dem normalen Velo zu gute kommen.  
  
 
=Grundsätze=
 
=Grundsätze=
Pedelec-Elektrovelos können nur mit Muskelkraft betrieben werden, sind im Design den Velos ähnlich und werden für ähnliche Zwecke gebraucht.  
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Pro Velo möchte beste Bedingungen erreichen für alle Velofahrenden, in erster Linie für jene, die mit konventionellen unmotorisierten Velos unterwegs sind. Pro Velo unterstützt neue Formen der Velomobilität wie Velomobile, Lasträder, Velotaxis und Muskelkraft/Motor Hybridfahrzeuge, welche dieses Ziel gesamtheitlich unterstützen.
Deswegen postuliert Pro Velo, dass Pedelecfahrende im Grundsatz wie Velofahrende behandelt werden sollen. Dies gilt insbesondere für die folgenden Bereiche.
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Bisherige Pedelec-Elektrovelos sind im Design den Velos ähnlich, werden für ähnliche Zwecke gebraucht, fahren ähnliche Geschwindigkeiten, brauchen ähnlich viel Platz und sind ähnlich umweltfreundlich, leise und gesundheitsfördernd. Pro Velo postuliert, dass Pedelecfahrende im Grundsatz wie Velofahrende behandelt und in die verkehrliche Umwelt integriert werden sollen.
  
===Gesetzgebung: angemessen, nachvollziehbar und kontrollierbar===
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===Zulassung/Verkehrsregeln===
 
 
 
 
Als umwelt- und menschenfreundliche Mobilitätsform soll das Pedelecfahren gefördert werden und die dazugehörige Gesetzgebung einfach, nachvollziehbar und kontrollierbar sein. ''Die Arbeitsgruppe-Elektrovelo sieht trotzdem keine andere Möglichkeit, als selber eine Gesetzgebung vorzuschlagen, welche nicht diesen Grundsätzen entspricht.'' Wo Velofahrende fahren dürfen, dürfen auch Menschen auf Pedelecs fahren, da ein Elektrovelo und insbesondere ein Pedelec nicht automatisch eine höhere Geschwindigkeit bedeutet. Schnelle Elektrovelos mit einem Kinderanhänger sind langsamer als ein Rennvelo und bergab sind unmotorisierte Velofahrerende oft schneller unterwegs als Elektrovelofahrende. ''Ein Teil der Arbeitsgruppe-Elektrovelo streitet diese Überlegungen ab und möchte insbesondere S-Pedelecs von Velowegen fernhalten, die nicht für Tempi von über 30 km/h geeignet sind.'' Die Schweiz ist ein Land mit Steigungen und bergauf können Elektrovelos die mehrfache Geschwindigkeit von normalen Velos erreichen. Gerade hier entsteht kein zusätzliches Sicherheitsrisiko und die Steigfähigkeit dürfte die Elektrovelomobiltät in der Schweiz populärer machen, zulasten des Anteils von Fahrten mit viel stärkeren reinen Motorfahrzeugen. ''Die Mehrheit der Arbeitsgruppe-Elektrovelo möchte jedoch die Motorleistung im Verhältnis zur Pedalleistung auf Werte beschränken, welche insbesondere die Steigfähigkeit limitieren.''
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*Wo Velos fahren dürfen, dürfen auch Pedelecs fahren, sofern dies für andere VerkehrsteilnemerInnen keine schwerwiegende Nachteile mit sich bringt. Besonders in engen Verhältnissen und auf Verkehrsflächen, die dem Velo- und Fussgängerverkehr vorbehalten oder einer Zonensignalisation unterstellt sind, empfindet die öffentliche Meinung manche Pedelecfahrende als zu schnell unterwegs. Pro Velo beobachtet die Entwicklung und setzt sich bei Handlungsbedarf für eine lösungsorientierte Gesetzgebung ein. Durch geeignete Wahl der Betriebsform bzw. Signalisation soll auf solchen Verkehrsflächen ein möglichst hoher Grad an Koexistenz zwischen den verschiedenen Benützern angestrebt werden.
 
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*Pro Velo stellt sich hinter den Grundsatz, wonach Velos, Klein-Motorfahrräder und Motorfahrräder Radstreifen und -Wege benützen müssen. Wer jedoch mit diesen Fahrzeugen schneller als mit 20 km/h fahren möchte, soll von dieser Pflicht enthoben sein. Die meisten bestehenden Radwege sind nicht für solche Tempi gebaut und auch neu entstehende Radwege können der engen räumlichen Verhältnisse wegen nicht durchwegs auf dieses Geschwindigkeitsniveau ausgelegt werden.
===Infrastruktur: Velobahnen werden Wirklichkeit===
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*Pro Velo unterstützt Bestrebungen, wonach Mofas und Pedelecs, welche motorisiert oder hybrid Geschwindigkeiten über 25 km/h erreichen, über einen fest installierten Geschwindigkeitsmesser verfügen, damit sie sich in Zonen mit Tempolimits an diese halten können.
Im Rahmen der Planung von Veloinfrastruktur sollen ganzheitliche Lösungen realisiert werden. Die Infrastruktur soll den unterschiedlichen Bedürfnissen und Geschwindigkeiten von Velofahrenden Rechnung tragen und in diesem Sinne ausgebaut werden. Breite Velobahnen, die problemloses Überholen möglich machen, sollen gefördert werden. Zudem soll die Veloweg-Benutzungspflicht aufgehoben werden, damit schnelle Velofahrende die Strasse benützen können. Gleichwohl dürfen auch schnelle Pedelecs und langsame Mofas herkömmliche Velowege benutzen, unter Umständen mit Zusatzsignalisationen wie "mit ausgeschaltetem Motor gestattet". ''Ein Teil der Arbeitsgruppe-Elektrovelo möchte die S-Pedelecs zu den Mofas zählen inklusive Verkehrsbeschränkungen für diese - siehe Diskussionsseite.''
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*Bei Fusswegen und Fussgängerzonen mit Zusatz "Velos gestattet" unterstützt Pro Velo die Verhaltensnorm, wonach auch Fahrzeuge mit Hybridantrieben auf diesen Verkehrsflächen fahren dürfen, wenn der Motor ausgeschaltet ist.  
 
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*Mittel- bis langfristig fordert  Pro Velo, dass nur noch Pedelecs zuzulassen werden, bei welchen die hybrid erreichbare Geschwindigkeit eine Funktion der körperlichen Leistung darstellt. Bei wenig Tretleistung sollen nur eine geringe Geschwindigkeit möglich sein, die Höchstgeschwindigkeit nur mit entsprechender körperlicher Leistungsfähigkeit erreicht werden können.  
===Technik: Fehlkonstruktionen entgegenwirken===
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*Pro Velo begrüsst europäische Bestrebungen, initiiert durch die deutsche Organisation Extra Energy, bei Einhaltung obigen Prinzips die bisherige Begrenzung der Hybridgeschwindigikeit von 25 km/h auf 32 km/h zu erhöhen und im Gegenzug die Regulatorien der S-Pedelecs zu verschärfen.  
Normale Velos, noch mehr spezielle Dreiräder, sind der Natur der Menschen dermassen gut angepasst, dass die korrekte Verwendung im wörtlichen Sinn kinderleicht und auch altersgerecht ist. Die trotzdem notwendige Schulung und etwas Regulierung und Kontrolle dienen der Sicherheit auf modernen Verkehrswegen zusammen mit anderen Verkehrsteilnehmern. Normale, stark motorisierte Motorfahrzeuge können jedoch nur von begabten und vernünftigen Menschen mit intensiver Schulung, Regulierung und Überwachung verwendet werden. Elektrovelos sind da irgendwo dazwischen. Insbesondere die Steuerung von Pedelecs kann zu einer besonders angepassten oder im Gegenteil zu einer gefährlichen Fahrwiese führen. Pro Velo wirkt auf Hersteller und Behörden ein, dies zu berücksichtigen. Siehe dazu die erarbeiteten technischen Grundlagen und insbesondere [[Elektrovelosteuerung]].
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===Verhalten: rücksichtsvoll unterwegs===
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===Begleitung der Entwicklung===
Velo- und Elektrovelofahrende halten sich an die Verkehrsregeln sowie an die für sie geltenden Gebote und verhalten sich der Umgebung angemessen mit angepasstem Tempo.
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*Pro Velo beobachtet die technische Entwicklung der Elektrovelos. In seinen Mitteilungsorganen werden Produkteneuheiten und die Entwicklungen beschrieben und beurteilt.
Mögliche Konfliktpunkte können mit flankierenden Massnahmen in den Bereichen Betrieb, Gestaltung und Aufklärung begleitet werden. Insbesondere die Verwendung von nicht-Pedelecs wie Mofas oder Velotaxis, sowie der schnellen Elektrovelos, verlangt ein Minimum von Instruktion. Pedelecs werden eher als Mofas mit angepasstem Tempo gefahren; trotzdem besteht eine Tendenz zum "Angeben" oder zum "Temporausch" bei einigen Menschen und in einigen Situationen. Pro Velo thematisiert diese Risiken.
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*Pro Velo reagiert auf die gestiegenen fahrtechnischen Anforderungen, welche die Fahrt mit einem  Elektrovelo an seine FahrerInnen stellen kann. Sie macht darauf aufmerksam und bietet entsprechende Fahr- und Trainings-Kurse an.
  
=Das Engagement von Pro Velo=
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===Elektrovelos und Jugendliche===
Pro Velo unterstützt die Veränderungen aktiv, welche die Elektromobilität mit sich bringt, fördert positive Entwicklungen und setzt geeignete Massnahmen zur Verhinderung oder Eindämmung von negativen Auswirkungen ein.
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Pro Velo stützt die geltende Regelung, dass Jugendliche erst ab 14 Jahren Elektrovelos fahren dürfen (S-Pedelecs ab 16 jahren). Pro Velo plädiert für eine Ausnahmeregelung, dass Kinder bereits ab 12 Jahren Elektrovelos fahren können, wenn dies in ländlichen Gebieten eine sinnvolle Lösung für lange und/oder stark coupierte Schulwege darstellt.
  
===Elektrovelo-Kurse===
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===Infrastruktur===
Pro Velo bietet Kurse für Elektrovelofahrende aller Stufen an: für Senioren, die wieder vermehrt velofahren, für Erwachensene, welche die schnelle Fortbewegung ausprobieren wollen, und in der Zukunft vielleicht auch für Jugendliche, statt Töffli, oder zusammen mit anderen Organisationen, für alternde Rennvelo-, Velomobil- und Mountainbikefahrende. Damit trägt sie insbesondere dazu bei, das Unfallrisiko der schnelleren Fortbewegung mit E-Bikes zu senken.
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*Das Elektrovelo hat ein hohes Potential Auto und Motorradfahrten zu ersetzn. Dies muss zukünftig bei der Verteilung der Verkehrsflächen berücksichtigt werden: die Velomobilität muss mehr Platz erhalten.
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*Die Infrastruktur soll den unterschiedlichen Bedürfnissen und Geschwindigkeiten von Velofahrenden Rechnung tragen und in diesem Sinne ausgebaut werden. Breite Velobahnen, die problemloses Überholen möglich machen, sollen gefördert werden.
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*Pro Velo setzt sich ein, fallweise zu entscheiden wann Radwege und wann Radstreifen zum qualitativ besseren Ergebnis führen. Sie stellt sich Tendenzen entgegen, diese beiden Elemente der Verkehrstechnik gegeneinander auszuspielen.  
  
===Sensibilisierungskampagnen===
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===Technik===
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Normale Velos und besonders Dreiräder sind der Natur der Menschen dermassen gut angepasst, dass die korrekte Verwendung im wörtlichen Sinn kinderleicht und auch altersgerecht ist. Ein intensive technische Ausbildung wie bei reinen Motorfahrzeugen ist nicht nötig. Dies trifft meistens auch auf Pedelec-Elektrovelos zu, jedoch können ungünstige Eigenschaften oder die falsche Fahrzeugwahl zu einer besonders angepassten oder im Gegenteil zu einer gefährlichen Fahrwiese führen. Pro Velo berät die KonsumentInnen und warnt vor unglücklichen Entwicklungen.
  
===Mitwirkung bei der Gesetzgebung und Erarbeitung von technischen Normen===
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===Verhalten===
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Velo- und Elektrovelofahrende halten sich an die Verkehrsregeln sowie an die für sie geltenden Gebote und verhalten sich der Umgebung angemessen mit angepasstem Tempo. Mögliche Konfliktpunkte können mit mehr Aufklärung begleitet werden. Pro Velo bietet entsprechende Informationen und Fahrkurse an.
  
===Dokumentation===
 
[http://provelo-regionthun.ch/Elektrovelo externer Link zum Thuner Elektroveloverzeichnis]
 
  
[http://www.provelobern.ch/docs/verkehr/ag-ebike/0_main.htm Index zum Berner Elektroverzeichnis (mit Passwort)]
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Autoren: Oskar Balsiger, Claudio Engist, Marius Graber, Rebecca Müller, Theo Schmidt
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Stand: 20.9.2014

Revision as of 09:35, 21 September 2014

Diese Seite dient zur Ausarbeitung der Position von Pro Velo zu den Elektrovelos. Nach der Version http://wiki.whpva.org/vph/index.php?title=Elektroveloposition&oldid=2347 wurde am 20.9.2014 eine komplette Überarbeitung vorgenommen. Diese soll auch als gedrucktes Dokument funktionieren und enthält nur noch einen einzigen Link. Für die alten Hyperlinks siehe die alte Version.

Contents

Einleitung

Das Elektrovelo hat besonders in der auf weiten Teilen unebenen Schweiz das Potential, MIV- oder ÖV-Fahrten zu ersetzen. Oft ist es die schnellste Art, von einem Punkt zum anderen zu kommen. Zudem wird Velofahren sicherer, wenn mehr Velofahrende auf den Strassen unterwegs sind. Pro Velo begrüsst die steigende Verbreitung dieser Fahrzeuge und vertritt die Interessen ihrer NutzerInnen, soweit Errungenschaften für die Velofahrenden, zum Beispiel im Bereich Infrastruktur, nicht in Frage gestellt werden. Dies im Wissen, dass auch eine Marktverschiebung zu Lasten des unmotorisierten Velos im Gange ist.

Deswegen stellt sich Pro Velo mit diesem Positionspapier den sich dabei stellenden Fragen. Grundlagen dazu finden sich von dieser Internetseite aus: http://wiki.whpva.org/vph/index.php?title=Elektrovelo.

Vision

Die zunehmende Popularität von Elektrovelos führt zu einem höheren Anteil von Velofahrenden, zu einer besseren und differenzierteren Infrastruktur, zu mehr Sicherheit auf der Strasse, und zu mehr Gesundheit und Lebensqualität.

Abgrenzung

Pro Velo setzt sich für die Bewegung mit muskelkraftbetriebenen Fahrzeugen ein. Bei den Elektrovelos stellt sich die Frage nach der Abgrenzung zu anderen Fahrzeugkategorien.

  • Veloähnliche Fahrzeuge mit Muskelkraft-Motor-Hybridantrieb gehören zur Zielgruppe von Pro Velo. Dies betrifft insbesondere den am meisten vorkommenden Typ, das bei Verwendung von Pedalen und Elektromotor auf 25 km/h beschränkte Pedelec.
  • Auch die schnelleren, auf 45 km/h beschränkten S-Pedelecs gehören zur Zielgruppe, dies bei eine differenzierten Betrachtung bezüglich Benutzung auf Langsamverkehrsflächen.
  • Fahrzeuge, die rein motorisch betrieben werden, gehören nicht zur Zielgruppe von Pro Velo. Dazu gehören Roller und Mofas, auch elektrische, ohne oder lediglich mit Alibi-Pedalen.
  • Wo Förderprogramme zugunsten der Elektromobilität im Energiebereich am Laufen sind, soll sie auch dem normalen Velo zu gute kommen.

Grundsätze

Pro Velo möchte beste Bedingungen erreichen für alle Velofahrenden, in erster Linie für jene, die mit konventionellen unmotorisierten Velos unterwegs sind. Pro Velo unterstützt neue Formen der Velomobilität wie Velomobile, Lasträder, Velotaxis und Muskelkraft/Motor Hybridfahrzeuge, welche dieses Ziel gesamtheitlich unterstützen. Bisherige Pedelec-Elektrovelos sind im Design den Velos ähnlich, werden für ähnliche Zwecke gebraucht, fahren ähnliche Geschwindigkeiten, brauchen ähnlich viel Platz und sind ähnlich umweltfreundlich, leise und gesundheitsfördernd. Pro Velo postuliert, dass Pedelecfahrende im Grundsatz wie Velofahrende behandelt und in die verkehrliche Umwelt integriert werden sollen.

Zulassung/Verkehrsregeln

  • Wo Velos fahren dürfen, dürfen auch Pedelecs fahren, sofern dies für andere VerkehrsteilnemerInnen keine schwerwiegende Nachteile mit sich bringt. Besonders in engen Verhältnissen und auf Verkehrsflächen, die dem Velo- und Fussgängerverkehr vorbehalten oder einer Zonensignalisation unterstellt sind, empfindet die öffentliche Meinung manche Pedelecfahrende als zu schnell unterwegs. Pro Velo beobachtet die Entwicklung und setzt sich bei Handlungsbedarf für eine lösungsorientierte Gesetzgebung ein. Durch geeignete Wahl der Betriebsform bzw. Signalisation soll auf solchen Verkehrsflächen ein möglichst hoher Grad an Koexistenz zwischen den verschiedenen Benützern angestrebt werden.
  • Pro Velo stellt sich hinter den Grundsatz, wonach Velos, Klein-Motorfahrräder und Motorfahrräder Radstreifen und -Wege benützen müssen. Wer jedoch mit diesen Fahrzeugen schneller als mit 20 km/h fahren möchte, soll von dieser Pflicht enthoben sein. Die meisten bestehenden Radwege sind nicht für solche Tempi gebaut und auch neu entstehende Radwege können der engen räumlichen Verhältnisse wegen nicht durchwegs auf dieses Geschwindigkeitsniveau ausgelegt werden.
  • Pro Velo unterstützt Bestrebungen, wonach Mofas und Pedelecs, welche motorisiert oder hybrid Geschwindigkeiten über 25 km/h erreichen, über einen fest installierten Geschwindigkeitsmesser verfügen, damit sie sich in Zonen mit Tempolimits an diese halten können.
  • Bei Fusswegen und Fussgängerzonen mit Zusatz "Velos gestattet" unterstützt Pro Velo die Verhaltensnorm, wonach auch Fahrzeuge mit Hybridantrieben auf diesen Verkehrsflächen fahren dürfen, wenn der Motor ausgeschaltet ist.
  • Mittel- bis langfristig fordert Pro Velo, dass nur noch Pedelecs zuzulassen werden, bei welchen die hybrid erreichbare Geschwindigkeit eine Funktion der körperlichen Leistung darstellt. Bei wenig Tretleistung sollen nur eine geringe Geschwindigkeit möglich sein, die Höchstgeschwindigkeit nur mit entsprechender körperlicher Leistungsfähigkeit erreicht werden können.
  • Pro Velo begrüsst europäische Bestrebungen, initiiert durch die deutsche Organisation Extra Energy, bei Einhaltung obigen Prinzips die bisherige Begrenzung der Hybridgeschwindigikeit von 25 km/h auf 32 km/h zu erhöhen und im Gegenzug die Regulatorien der S-Pedelecs zu verschärfen.

Begleitung der Entwicklung

  • Pro Velo beobachtet die technische Entwicklung der Elektrovelos. In seinen Mitteilungsorganen werden Produkteneuheiten und die Entwicklungen beschrieben und beurteilt.
  • Pro Velo reagiert auf die gestiegenen fahrtechnischen Anforderungen, welche die Fahrt mit einem Elektrovelo an seine FahrerInnen stellen kann. Sie macht darauf aufmerksam und bietet entsprechende Fahr- und Trainings-Kurse an.

Elektrovelos und Jugendliche

Pro Velo stützt die geltende Regelung, dass Jugendliche erst ab 14 Jahren Elektrovelos fahren dürfen (S-Pedelecs ab 16 jahren). Pro Velo plädiert für eine Ausnahmeregelung, dass Kinder bereits ab 12 Jahren Elektrovelos fahren können, wenn dies in ländlichen Gebieten eine sinnvolle Lösung für lange und/oder stark coupierte Schulwege darstellt.

Infrastruktur

  • Das Elektrovelo hat ein hohes Potential Auto und Motorradfahrten zu ersetzn. Dies muss zukünftig bei der Verteilung der Verkehrsflächen berücksichtigt werden: die Velomobilität muss mehr Platz erhalten.
  • Die Infrastruktur soll den unterschiedlichen Bedürfnissen und Geschwindigkeiten von Velofahrenden Rechnung tragen und in diesem Sinne ausgebaut werden. Breite Velobahnen, die problemloses Überholen möglich machen, sollen gefördert werden.
  • Pro Velo setzt sich ein, fallweise zu entscheiden wann Radwege und wann Radstreifen zum qualitativ besseren Ergebnis führen. Sie stellt sich Tendenzen entgegen, diese beiden Elemente der Verkehrstechnik gegeneinander auszuspielen.

Technik

Normale Velos und besonders Dreiräder sind der Natur der Menschen dermassen gut angepasst, dass die korrekte Verwendung im wörtlichen Sinn kinderleicht und auch altersgerecht ist. Ein intensive technische Ausbildung wie bei reinen Motorfahrzeugen ist nicht nötig. Dies trifft meistens auch auf Pedelec-Elektrovelos zu, jedoch können ungünstige Eigenschaften oder die falsche Fahrzeugwahl zu einer besonders angepassten oder im Gegenteil zu einer gefährlichen Fahrwiese führen. Pro Velo berät die KonsumentInnen und warnt vor unglücklichen Entwicklungen.

Verhalten

Velo- und Elektrovelofahrende halten sich an die Verkehrsregeln sowie an die für sie geltenden Gebote und verhalten sich der Umgebung angemessen mit angepasstem Tempo. Mögliche Konfliktpunkte können mit mehr Aufklärung begleitet werden. Pro Velo bietet entsprechende Informationen und Fahrkurse an.


Autoren: Oskar Balsiger, Claudio Engist, Marius Graber, Rebecca Müller, Theo Schmidt Stand: 20.9.2014